Träume sind das Tor zum unserem Unterbewusstsein. Das Unterbewusstsein ist für 95 Prozent unserer Entscheidungen verantwortlich. D.h. zu 95 Prozent bestimmt das Unterbewusstsein unseren Alltag, ob es uns schlecht oder gut geht, ob wir reich oder arm, krank oder gesund sind. Ist das nicht ein Grund sich näher mit dem Unterbewusstsein zu beschäftigen? Aus meiner Sicht unbedingt, wenn du etwas in deinem Leben nachhaltig verändern willst…

Ist ein luzider Traum eine außerkörperliche Erfahrung?

Es gibt eine wissenschaftlich bestätigte Methode, die es jedem ermöglicht mit seinem Unterbewusstsein zu kommunizieren. Diese nennt sich luzides Träumen. Von einem luziden Traum spricht man, wenn der Träumer sich dessen bewusst ist, dass sein Körper schläft und sein Bewusstsein sich in einer Traumrealität befindet. Die Traumrealität unterliegt zwar anderen Gesetzmäßigkeiten als die physische Welt, wird jedoch genauso real und mit allen Alltagsinnen empfunden. Deswegen kann man durchaus von einer außerkörperlichen Erfahrung sprechen, denn die Wahrnehmung findet außerhalb des physischen Körpers statt!

Wer hat das luzide Träumen entdeckt?

Träume sind so alt wie es Menschen gibt. Deswegen macht es wohl wenig Sinn zu fragen, wer Träume erfunden oder entdeckt hat. Jeder Mensch träumt und zwar mehrmals pro Nacht, diejenigen, die es bestreiten, sie träumten nie, erinnern sich lediglich nicht an den Traum!

Wer zuerst da war, kann man damit nicht sagen, fakt ist, dass das luzide Träumen eine Technik aus dem Buddhismus ist, die den Suchenden auf den Weg zu Erleuchtung als Hilfsmittel dienen soll. Diese Technik wird während der Meditation bzw. beim Yoga Nidra, das auch als Schlaf des Yogis genannt wird, eingesetzt.

In unserer westlichen und vordergründig Vernunft orientierten Kultur hat es der Wissenschaftler Steven LaBerge in den 80 Jahren des vergangenen Jahrhunderts geschafft, einen wissenschaftlichen Beweis für dieses Phänomen zu liefern. Er war selbst luzider Träumer und wusste, dass diese Fähigkeit alles andere als Hokus-Pokus ist. In einem Schlaflabor in Standfort (USA) führte er zunächst im Rahmen seiner Doktorarbeit Eigenexperimente und als diese geglückt waren mit Probanden durch. Der Durchbruch gelang, als der Proband im Traum eine bestimmte Abfolge von Augenbewegung durchführte, die vor dem Einschlafen vereinbart war. Seine Augenbewegung wurde durch das EEG-Gerät (Elektroenzephalografie) überwacht und aufgezeichnet, dabei konnte auch die Schlafphase, in der die luziden Träume stattfinden identifiziert werden, nämlich in der Rapid Eye Movement -Phase kurz REM-Phase.

Kann es jeder lernen?

Ja, es gibt verschiedene Techniken, um das luzide Träumen zu erlernen. Im Westen ist die Technik von Steven LaBerge sehr verbreitet, obwohl es nicht für jeden die effektivste ist. Außer seiner Methode kannst du auch durch Meditation, Yoga Nigra oder Hypnose bzw. Selbsthypnose und durch das Stimulieren mit Frequenzen in den Genuss der luziden Träume kommen. Welche Methode die Beste ist, kann man leider pauschal nicht sagen, es kommt sehr stark auf die Person an. Aber es lohnt sich, verschiedene Methoden vorher näher anzuschauen und so die passende für sich selbst zu finden. Denn am Anfang ist man voller frischer Energie und Motivation, wenn eine Technik nicht gelingt, dann sinkt oft die Motivation. Dabei entsteht die Gefahr, erfolglos zu bleiben bzw. gar nicht an Ziel zu kommen. Deswegen ist zu Beginn wichtig, sich klarzumachen, warum du es lernen und was du damit erreichen möchtest. Am besten dieses Ziel immer vor den Auge haben, wenn es mühselig werden sollte.

Welcher Methode ist die Beste?

Jede Methode hat Vorteile und Nachteile. Das, was alle Methoden gemeinsam haben, ist dass sie den Fokus von außen nach innen verschieben. Das Bewusstsein wird aus dem Alltaggeschehen in den Körper gezogen. Dabei wird auch das kritische Bewusstsein gefördert, in dem die Wahrnehmung von außen und innen geschult wird. Von Theorie zur Praxis ein Beispiel: Nur weil viele Gäste glücklich am voll gedeckten Geburtstagtisch sitzen, kann sich das Geburtstagkind trotzdem einsam und traurig fühlen, in dem Fall stimmt seine innere Realität, nicht mit der äußeren über ein. Jetzt drängt sich die Frage auf, welche Realität ist realer, die kollektiv wahrgenommene Realität oder die innere jedes Einzelnen?

Wie viele Realtäten gibt es?

Uns wird täglich vermittelt, dass wir in einer Welt und in einer Realität leben. Jeder Mensch jedoch filtert jede Information von außen durch seinen inneren Filter. Dieser Filter wird durch die Lebenserfahrungen, die Vorlieben und Charakterzüge jedes Einzelnen bestimmt. Das heißt jeder Mensch lebt in seiner eigenen Realität, ein besonders trauriger Mensch kreiert seine Realität durch seinen inneren Schwermut, ein besonders fröhlicher Mensch durch seinen inneren Frohsinn. Daher wird ein und dasselbe Ereignis von verschiedenen Menschen unterschiedlich wahrgenommen und beschrieben. Demzufolge gibt es viele Realitäten, zumindest so viele, wie es Menschen gibt.

Wie verändere ich meine Realität?

Der erwähnte Filter, der unsere Realität bestimmt, ist unser Unterbewusstsein. Dort sind alle unsere negativen und positiven Erfahrungen und Glaubensmuster von klein auf enthalten. Es ist ein riesen Speichermedium, der einfach alles aufnimmt, jede Erfahrung Tag und Nacht. Während des Tagesbewusstseins haben wir meist keinen Zugriff zum Unterbewusstsein, sprich wir wissen nicht welche Erfahrungen unseren Filter trüben oder unsere Realität in rosaroten Farben erstrahlen lassen. Diese Informationen sind jedoch von hoher Bedeutung, wenn du deine Realität von depressiv zu gutgelaunt, von krank zu gesund, von arm zu reich, von ängstlich zu selbstsicher verbessern möchtest.

Mit den luziden Träumen bekommst du den Schlüssel zum Unterbewusstsein zurück. Denn die Erkenntnisse, die du aus dem luziden Träumen ins Tagesbewusstsein mitnimmst, verändern dein Leben!


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